Training – Beratung – Coaching

Coaching ist ein Begriff, der sehr unterschiedlich genutzt wird. Da ich in meinem Blog über Coaching schreibe, stelle ich meine Definition des Coaching-Begriffs in Abgrenzung zu Beratung und Training vor.

Training
Beim Training wird eine Methode oder Verhalten eingeübt und trainiert, mit dem Ziel, dass die Trainees das gewonnene Wissen selbst einsetzen können. Der Trainer bringt dem Trainee die Lösung bei.

Beratung
Bei einer Beratung wird ein Berater damit beauftragt, Lösungsvorschläge für eine bestehende Situation oder für ein bestehendes Problem zu erarbeiten. Der Berater “übergibt” die Lösung.

Coaching
Beim Coaching werden die Ressourcen des Coachees mit dem Ziel aktiviert, dass der Coachee Klarheit über seine Situation erhält und eigene Lösungswege erarbeiten kann. Die Lösung liegt im Coachee.

Ich denke, dass diese Tätigkeiten gut differenzierbar sind. Allerdings werden sie oft in Verbindung eingesetzt. Ein guter Coach setzt Trainingselemente in seinen Coachings ein oder berät bei Bedarf den Coachee mit seiner Expertise. Ein guter Coach macht transparent in welcher Rolle er sich gerade befindet.

Anmerkung:
Ich benutze den Begriff Scrum Coaching sehr selten. Da die Lösung nicht im Coachee liegt, sondern bereits vorgegeben ist, liegt nach meiner Definition meist eine Beratung- oder eine Trainingsleistung vor.

Bei meiner Definition von Coaching handelt es sich um keine allgemein gültige Begriffsdefinition, sondern eine Definition für meine Arbeit und meinen Blog, die ich benötige um meine verschiedenen Arbeitsweisen zu erklären.

 

Gastbeitrag bei @Ferchau online erschienen

Ferchau hat meinen Gastbeitrag im @Ferchau Magazin veröffentlicht. Auf Seite 16 konnte ich in einem Interview einige Fragen zu Scrum beantworten. Viel Spaß beim Lesen.

Barcamp Karlsruhe – Nachtrag

Nach Internetmaßstäben ja fast schon eine Ewigkeit her möchte ich dennoch ein paar Gedanken zum Barcamp in Karlsruhe loswerden. Da ich mich viel mit Facilitation beschäftige und bereits an anderer Stelle vom Barcamp berichtet wurde, von meiner Seite nur soviel: Hut ab vor der Organisation und ich freue mich auf das nächste Barcamp in Karlsruhe!

Da ich selbst “facilitate” – habe ich meine Gedanken bzgl. des Formates gemacht. Das Barcamp Format hat einige Ähnlichkeiten mit dem Open Space Format (unconference, Marketplace, Sessionboard)- allerdings gibt es auch Unterschiede.

Mir ist aufgefallen, dass das Barcamp deutlich stärker von “Frontalvorträgen” geprägt war, als die Open Space Veranstaltungen auf denen ich bisher war und dass das Barcamp Format an entscheidenden Stellen stärker geleitet wird als z.B. ein Open Space. Punkte die mir am Barcamp Format aufgefallen sind:

  • kein offener Kreis am Hauptversammlungsort
  • Session Planung wird durch die Organisation übernommen
  • wesentlich strikteres Timeboxing als beim OpenSpace (quietschende Ende vs. “whenever it ends..”)

Ich kann mir vorstellen, dass diese kleinen Unterschiede im Format dafür verantwortlich sind, dass die Barcamp Vorträge grundsätzlich stärker “frontal” ausgerichtet sind. Wissenschaftlich belegen kann ich das natürlich nicht, finde die Beobachtung aber sehr spannend. Es sind genau diese “Kleinigkeiten”, die in komplexen Systemen – hier eine Gruppe von Menschen – zu weitreichenden Konsequenzen führen können. Wenn wir mit Gruppen/Teams arbeiten, müssen wir auf diese “Kleinigkeiten” achten und sie nutzen. Oft sind Veränderungsmaßnahmen eher “grobschlächtig”, schießen über das Ziel hinaus und erreichen nicht selten das Gegenteil. Die “Kleinigkeiten” werden übersehen. Es wäre spannend zu sehen, wie sich die vorherrschende Vortragsart auf einem Barcamp verändert, wenn man “walking around the circle” (kreisförmige Bestuhlung) einführen, die Sessionplanung am Board in die Hände der Teilnehmer und das Timeboxing “aufweichen” würde…

Achso, das ist keine Kritik am Barcamp Format :) ich empfand die stärkere Struktur am Barcamp sehr positiv und freue mich auf das nächste Barcamp.

Das Habitat – hier leben die Impediments

Langsam wird die endgültige Auswahl der Impediments für die Vorträge auf dem Karlsruher Entwickler Tag konkret und das Habitat wird es vermutlich nicht in die Endauswahl schaffen. Zum Trost gibt es hier einen Blogbeitrag.

Symptome: Es tauchen regelmäßig Impediments auf, von denen man das Gefühl hat, dass man über sie schon öfters gesprochen hat. Bei genauerer Untersuchen findet man jede Menge Listen von Impediments an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Tools. Diese Listen sind Habitate für Impediments.

Diagnose: Es gibt Habitate in denen sich die Impediments sicher fühlen und vermehren können. Zu diesen Habitaten gehören Impediment Backlogs, Teambacklogs oder Fotoprotokolle von Retrospektiven – die allesamt nie wieder angeschaut werden. Besonders wohl fühlen sich Impediments in Habitaten in Form von Issue Trackern oder Bug Trackern. Hier herrschen optimale Bedingungen, die ihnen ein langes und gesundes Leben garantieren. weiter »

“Ich bin ein Impediment” – Vortrag auf dem Karlsruher Entwicklertag

Gleich zweimal werde ich auf dem Karlsruher Entwicklertag den Vortrag “Ich bin ein Impediment” halten. Einmal am Donnerstag (26.05.) in Form einer Pecha Kucha (20 Folien à 20 Sekunden) und in einer längeren Form am Freitag um 9:30Uhr.

Der Vortrag zeigt auf eine sehr anschauliche Art verschiedene Stolpersteine (Impediments), die mir in meiner Arbeit als Agiler Berater über den Weg gelaufen sind. In der 45 Minuten Variante werde ich über hilfreiche Strategien im Umgang mit den Impediments berichten. Ein Schwerpunkt wird auf der Führung Agiler Teams liegen – weitere Schwerpunkte sind in Arbeit.

Gleichzeitig stellt der Vortrag der Auftakt für eine Reihe von Blogbeiträgen über Impediments da mit dem mein Blog wiederbelebt werden soll (zuviel Arbeit ;)

Ich freue mich auf Euren Besuch auf den Karlsruher Entwicklertag und hoffe Euch in meinem Vortrag zu sehen.

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