5 Tips für eine gelungene Retrospektive

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Die Retrospektive ist eine der wirkungsvollsten Methoden um nachhaltige Veränderungen zu erziehlen. Wichtig dabei ist, dass die Retrospektiven das Team immer mit einbeziehen. Somit kommt die Veränderung aus dem Team und wird nicht dem Team aufgezwungen. Dadurch steigt die Chance erheblich, dass Veränderung stattfindet und nachhaltig gelebt wird.

Sei Offen & Neugierig!

Versuche mit neugierigen Fragen die Situation und Stimmung im Team herauszufinden. Lass Dich dabei nicht von eigenen, vorschnellen Schlüssen ablenken, sondern gehe offen und mit dem “Beginners Mind” in jede Retro. Frage nach der Situation & Verhalten, aber auch nach Denken & Fühlen der Teilnehmer. Nur so kannst Du die wirklichen Themen des Teams erkennen.

Biete Abwechslung!

Nichts ist tödlicher für eine wirkungsvolle Retrospektive als die Routine. Leider scheint der in vielen SCRUM Trainings vorgestellte Retrospektiven Ablauf aber genau dazu zu führen. Die Retrospektive verläuft immer nach dem selben Muster, das wirkt sich negativ auf die Ergebnisse aus. Retrospektiven brauchen Abwechslung. Suche Dir immer wieder neue Methoden und neue Fragen, mit denen Du das Team “herausforderst”! Gib’ den Retrospektiven auch konkrete Ziele wie “Wie können wir unsere Qualität verbessern?” Achte aber darauf, dass das Ziel die Lösungsmöglichkeiten nicht zu sehr einschränkt.

Auch an positiven Aspekten kann gearbeitet werden

Die Frage “Was lief gut?” und die Antworten darauf scheinen oft in der Routine unter zu gehen. Schnell wird dieser Punkt abgehakt und man stürzt sich wieder auf die Probleme. Nutze die positiven Aspekte als Bestätigung für das Team und dessen Arbeit und als Startpunkt für weitere Verbesserungen!

    Beispiel: “Was lief gut – die Abstimmung mit Herrn X. lief deutlich besser”. Hier kannst Du z.B. mit folgenden Fragen weiterarbeiten:
    “Was haben wir getan, damit die Abstimmung besser lief?”
    “Welche anderen Personen können davon profitieren?”
    “Wie kann dieses Vorgehen auch bei Frau Y. helfen?”

Gib den Maßnahmen Zeit und denke “out of the box”

Die Timeline wurde durchgeführt, die Fragen “Was lief gut?” und “Was können wir verbessern?” wurden beantwortet, danach nach Organisation und Team aufgeteilt und irgendwie ist die Zeit schon wieder um. Kennen Sie diese Situation? Die Erarbeitung von Lösungen zu erkannten Problemen benötigt Zeit, die in vielen Retrospektiven zu kurz kommt. Achte darauf, dass genügend Zeit für die Erarbeitung von Lösungen übrig bleibt. Lasse mehrere Lösungen für ein Problem erarbeiten. Oftmals ist die erste Lösung nicht die Beste, frage daher nach weiteren Lösungen. Wechsel den Blickwinkel auf das Problem. Frage z.B. “Was muss das Team tun, damit das Problem noch schlimmer wird?” um gewohnte Denkmuster zu durchbrechen und neue Einsichten zu erhalten!

Achte darauf, dass die Maßnahmen auch durchgeführt werden

Wenn Maßnahmen nur andiskutiert, aber nicht durchgeführt werden, dann wird die Retrospektive nutzlos. Sorge dafür, dass die Maßnahmen möglichst bald angegangen werden können. Hierzu ist es sinnvoll, die Retrospektive vor dem Planning durchzuführen, damit die Maßnahmen eingeplant werden können. Nehmt Euch kleine Schritte vor. Auch diese führen zum Ziel. Achte darauf, dass die Maßnahmen oder Ziele klar definiert sind. Nutze die SMART Definition.

  • S pezifisch
  • M essbar
  • A nsprechend
  • R ealistisch
  • T erminiert

weitere Themen:

  1. Coaching Technik “Zirkuläre Fragen” in der Retrospektive (Teil II)
  2. Ich bin ein Impediment – Der Elefant im Raum
  3. Coaching Techniken: Zirkuläres Fragen (Teil 1)
  4. Das Habitat – hier leben die Impediments
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